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Tony Sopranos neapolitanisches Ragù

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Wie mein Freund Pasquale mich auf ein traditionelles neapolitanisches Maccheroni al Ragù besuchte, so dass ich endlich wieder die Sopranos gucken konnte.

In meinem letzten Artikel konntet ihr lesen wie ich Pasquale, ein italienisch-schweizer Medienspezialist, überzeugt habe, zu mir zu kommen und am nächsten Tag meinen DVD-Spieler zu reparieren - statt erst nächsten Monat. Gelockt habe ich ihn mit echt neapolitanischem Ragù und hausgemachten Maccheroni. 

Ich nehme jetzt das Ragù von gestern und lass es weitere vier Stunden köcheln

Mit meiner geliebten Kenwood-Küchenmaschine mache ich unter Verwendung von sechs Eiern Maccheroni rigati - die mit den großen Löchern und den tiefen Gruben, so dass die Soße am Ende besser haften bleibt. 

Pasquale kommt pünktlich an und fragt sofort, ob er das köchelnde Ragù sehen dürfe. Er nickt, als er die reiche, schillernde dunkle Farbe in dem Topf sieht. Sich an sein Versprechen haltend, begibt er sich sofort ins Medienzimmer, wo er eine Stunde lang mit dem sich weigernden Verstärker kämpft, ehe sich überhaupt etwas ändert.

"Der Verstärker hat nicht mehr mit dem DVD-Spieler kommuniziert", erklärt er. 

Nach einer Stunde sah ich ein Licht auf dem Fernseher, und auf einmal war da wieder Tony Soprano. 

 "Ich werde jetzt die Pasta kochen", sage ich ihm. 

 

Meine hausgemachten Maccheroni sind in 60 Sekunden fertig. Wegen des Hartweizengrießes, haben sie Biss - sie sind schön al dente, wie man in Italien sagt.

Ich entschied mich, den Geschmack etwas zu heben, indem ich meine Soße wie eine Mezzanelli lardiati abrunde.  Ich verwende Lardo di Colonatta, einen legendären Speck aus dem Norden Italiens, in der Nähe der zahlreichen Marmorbrüche. Der Speck wird mit weißen Schweinefettstreifen, Knoblauch, Salz und Kräutern gewürzt und dann monatelang in Behältern aus weißem Marmor gelagert. Er ist gänzlich weiß und extrem schmackhaft - auch wenn man sich als nicht-Italiener vielleicht fragen mag, wie man so etwas überhaupt isst. 

So sollte man vorgehen: 

Den Speck und eine kleine Zwiebeln schön klein schneiden und darauf achten, die Haut und andere zusätzliche Salze zu entfernen.

Das Ganze in einer Bratpfanne anbraten, bis kein Wasser mehr in der Zwiebel und kein Fett mehr im Speck ist. 

Es kommt dabei eine Art beigefarbene, fettige Pfütze mit einem "schweinischen" Geruch heraus. 

Nun das Ragù mit der Kelle hinzufügen. Man sollte nur so viel Ragù nehmen, wie man zu essen vorhat. 

 

Um das Ragù etwas zu verdünnen, etwas Nudelwasser nehmen und verrühren (Bild). 

Jetzt das Ragù lardiato ('Fleischsoße mit Schweinespeck') über die heiße Pasta geben...

... und mit geriebenem weißen Parmesan oder Caciocavallo bestreuen, dann mit einem Basilikumblatt dekorieren.

Pasquale war sehr zufrieden und dank des Ragù neapolitano hat das Herrichten meines Medienzimmers statt zwei Wochen zwei Tage gedauert. 

 Die Sopranos ist eine Mafiaserie, die von  psychoanalysierten Drehbuchautoren mit jüdischen Müttern geschrieben wurde, die so ein Ventil für ihre Fantasien fanden. 

Sie haben allerdings den gastronomischen Hintergrund ihrer neapolitanisch-stämmigen Charaktere gut recherchiert. Ihnen hätte dieses Ragù neapolitano bestimmt sehr gut geschmeckt. Aber wer würde die schon zum Essen einladen?


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9 Kommentare

  • #1
  • Von: kel @ Green Olive Tree
Stumbled upon your site. Amazing details you've got here.. How did you get all the inspiration and energy to take all these photographs everytime you make something? I sorta fell out of that at the moment... Love your intro about typical blogs written by women - spot on :)
  • #2
  • Von: Evan
"The Sopranos is a mafia fiction invented by psycholanalyed screenwriters with jewish mothers to project their fantasies."David Chase, born David DeCesare. DeCesare...funny, he doesn't sound Jewish...Or in the immortal words of Mel Brooks: "Funny, she doesn't LOOK Druish..."
  • #3
  • Beantworted von fx
Indeed Evan, but if you look at the full list of all screenwriters who worked on the Sopranos, the picture is slightly different: David Chase (86 episodes, 1999-2007)
Terence Winter (25 episodes, 2000-2007)
Mitchell Burgess (22 episodes, 1999-2006)
Robin Green (22 episodes, 1999-2006)
Matthew Weiner (12 episodes, 2004-2007)
Frank Renzulli (9 episodes, 1999-2001)
Michael Imperioli (5 episodes, 2000-2004)
Todd A. Kessler (4 episodes, 2000-2001)
Diane Frolov (4 episodes, 2006-2007)
Andrew Schneider (4 episodes, 2006-2007)
Jason Cahill (3 episodes, 1999-2000)
Lawrence Konner (3 episodes, 2001-2002)You mention one of the screenwriters with an Italian surname as a rebuttal of my remark about "New York screenwriters with Jewish mothers". How about Mr Rudolph Giuliani, mayor of New York with a Jewish mother himself? I think there might be some truth in my observation after all. I might add that Jewish screenwriters are probably the best in the business and my remark should not be construed as a critic but just a cultural observation! 
  • #4
  • Von: Evan
Giuliani's mom was Jewish?? Are you sure? As a native New Yorker, I'm a bit skeptical. Wikipedia says her name was Helen C. D'Avanzo, certainly a Catholic name, but I'm willing to suspend my disbelief--where did you hear that she was Jewish? 'Cause a Google search didn't find anything. Although it did lead me to an interesting Village Voice profile of his family.
  • #5
  • Beantworted von fx
My bad - I checked my facts and it was not Giuliani's mom, but Fiorello La Guardia's mom who had an Italian name but was Jewish. Nothing wrong with being Jewish of course, but it sure is compatible with being Italian!
  • #6
  • Von: James
Absolutely delightful and hilarious!
  • FX's answer→ James glad you liked it!

  • #8
  • Von: Gary Evancho
Although time consuming allow patience you'll see and taste the difference I enjoyed this culinary process as well as my guests.
  • FX's answer→ Glad it worked for you and thanks for the feedback!




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